Großes Interview mit FCG-Jugendleiter David Schwesig

Für David Schwesig schließt sich beim FC Gütersloh ein sportlicher Kreis. Er durchlief die Jugendmannschaften des FCG bis zur A-Jugend, kehrte gegen Ende seiner aktiven Laufbahn zum FC Gütersloh zurück und war maßgeblich am Klassenerhalt der ersten Mannschaft in der Saison 18/19 beteiligt. Nun leitet er gemeinsam mit Rafael Laschok die Jugendabteilung des FCG. Marvin Haß traf den einstigen Oberliga-Spieler und sprach mit ihm über seine neue Rolle im Verein.

David, wie kam es dazu, dass du Jugendleiter geworden bist?

„Noch vor Beginn der Corona-Pandemie in der Saison 19/20 habe ich bereits überlegt, meine aktive Laufbahn zu beenden. Ich habe Julian (Hesse/FCG-Trainer d. Red.) mitgeteilt, dass ich noch überlege, ob ich weiterspiele. Für mich ging die Tendenz aber zu diesem Zeitpunkt schon in Richtung „Aufhören“. Kurz danach kam dann der Vorstand auf mich zu und hat mich gefragt, ob ich mir eine Funktion im Verein vorstellen könne. Das war für mich sehr interessant, da ich selber aus Gütersloh komme, hier in der Jugend gespielt habe und später ja sogar den Weg zurück in den Seniorenbereich gefunden habe. Meine Überlegungen und die des Vorstands waren sehr deckungsgleich und so lief es auf eine Position in der Jugendabteilung hinaus.“

Du bist jetzt knapp über ein Jahr in deinem Amt als Jugendleiter tätig. Worauf bist du in Deiner bisherigen Laufbahn besonders stolz?

„Wenn ich die Situation, mit der zu Beginn meiner Amtszeit vergleiche, dann haben wir schon verdammt viel geschafft. Da klopfe ich mir nicht selber auf die Schulter, sondern rede ganz bewusst vom „Wir“. Es war uns von Anfang an wichtig, dass die Jugendleitung als Team auftritt. Rafael Laschok, der schon länger im Verein ist und Tarik Kaplan, den ich bereits von früher kenne, sind wichtige Ansprechpartner in der Jugendabteilung. Zusammen mit Baki Kizilaslan und Angel Martinez beispielsweise, die unglaublich viel in die Jugendarbeit unseres Vereins investieren, haben wir es geschafft, eine Basis zu schaffen. Man kann sich austauschen und Gespräche führen und so einen Schritt nach dem anderen nach vorne gehen.

Du scheinst viel Wert auf Teamfähigkeit und Kommunikation zu legen

„Jugendarbeit bedeutet für mich immer, dass keiner die ganzen Aufgaben allein stemmen kann. Als ich angefangen habe, war ich vom organisatorischen Aufwand überwältigt. Ich freue mich, dass wir jetzt schon ein gutes Team haben. Alle sind sehr akribisch und willig, etwas für den Verein zu leisten. Gegenseitige Unterstützung, eine enge Kommunikation und ein familiäres Miteinander sind mir sehr wichtig.“

Klingt nach einer konstruktiven Zusammenarbeit. Aber es gab auch sichtbare Fortschritte für den Außenstehenden, oder?

„Das natürlich auch. Wir haben nach längerer Zeit wieder eine A-Jugend auf die Beine stellen können. Auch in der B-Jugend haben wir eine schlagfertige und konkurrenzfähige Mannschaft zusammengestellt. Das war wirklich eine Menge Arbeit. Die Organisation auf dem Platz ist ebenfalls in guten Händen. Nachdem Jens Hellberg dankenswerterweise den Laden hier als Übergangslösung zusammengehalten hat, sind nun Corrado Giavante und Federico Crisafulli mit Herz und Seele dabei. Zusätzlich haben wir noch einen Soccercourt, den uns die Firma Hagedorn zur Verfügung gestellt hat und der auch sehr begehrt ist. Für eine fast spielfreie Zeit durch die Corona-Pandemie konnten wir hier sehr viel bewegen und verändern.“

Das Fußballspielen wurde eine lange Zeit durch die Pandemie verhindert. Einige Vereine beklagen Abgänge und einen enormen Leistungsabfall. Wie sieht die Situation beim FCG aus?

„Glücklicherweise ist die Lage hier entspannter. Wir können dieses Jahr sogar mit mehr Mannschaften antreten als noch das Jahr zuvor. Auch mit den sportlichen Ergebnissen können wir soweit zufrieden sein. Von sechs Mannschaften, die die Möglichkeit hatten sich für die Kreisliga A zu qualifizieren, haben es vier geschafft. Wir freuen uns einfach, dass unserer Meinung nach vieles in die richtige Richtung läuft!“

Wo siehst Du – Stand jetzt – noch verbesserungsbedarf?

„Sportlich gesehen fangen wir unten an, da ist noch ganz viel Luft nach oben. Aber genau das ist auch das Schöne an dieser Aufgabe. Man kann Teil dieser Entwicklung sein und aktiv Einfluss nehmen. Logischerweise ist es das Ziel, die Jugendmannschaften wieder über den Kreis hinaus zu etablieren. Damit wir diese sportlichen Erfolge auch mittelfristig haben, müssen wir schrittweise die Rahmenbedingungen dafür schaffen. Die Infrastruktur auf ‚Süd‘ wird weiter verbessert, denn die Eltern und Jugendlichen sollen sich hier wohl fühlen. Der springende Punkt für eine gute Jugendarbeit sind jedoch die Trainer. Wir sind jetzt schon froh über die Trainer, die wir bereits haben. Alle machen wirklich einen guten Job! Trotzdem halten wir natürlich Ausschau nach guten und qualifizierten Trainern.“

Wagen wir mal einen Blick in die Zukunft. Wo siehst Du die FCG-Jugendabteilung in fünf Jahren?

„Das ist eine schwierige Frage, die nicht ganz leicht zu beantworten ist. Ich würde die Entwicklung bzw. den Erfolg nicht immer davon abhängig machen, in welcher Liga wir mit welcher Mannschaft spielen. Trotzdem haben wir dort natürlich auch, wie bereits angesprochen, Ziele und Wünsche. Ein wesentlicher Punkt, wovon der ganze Verein profitieren kann ist, wenn wir es schaffen den Jugendbereich wieder besser mit dem Seniorenbereich zu verbinden. Dort sehe ich uns künftig gut aufgestellt, da die Kontakte zu allen Seniorenmannschaften sehr gut sind. Das Bild in der Jugend wirkt abgerundet, wenn ein Spieler nach seiner Jugendzeit in eine Mannschaft aus dem Seniorenbereich des FCG übergeht.“

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News und Berichte über unsere Jugendabteilung gibt es auf fcg-jugend.de
Vorstand des FC Gütersloh

Auf dem Foto: Der Jugendvorstand des FCG mit dem Geschäftsführenden Vorstand.
Vorne: Sportlicher Leiter Tarik Kaplan (A- bis D-Junioren).
Mittlere Reihe von links: die Jugendleiter David Schwesig und Rafael Laschok
Hintere Reihe von links: Vorstandsmitglied Hans-Hermann Kirschner, Jugend-Koordinator Baki Kizilaslan (E- bis G-Junioren) und Vorstandsmitglied Heiner Kollmeyer.

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