Gütersloher auf Südamerika-Tour – Teil 2

Gütersloher auf Südamerika-Tour – Teil 2
März 20, 2020 Helmut Delker

FCG Anhänger und Groundhopper Benjamin Pampus machte sich mit ein paar Freunden Anfang März auf den Weg nach Südamerika. Auf dem Reiseplan standen Fußballspiele in Argentinien, Brasilien, Chile und Paraguay. Außerdem war die Spende einiger FCG Trikots und Fanartikel an einen Jungen aus einer Favela von São Paulo geplant. Hier ist nun der zweite Teil unseres Reiseberichts:

In den Mittagsstunden des 7. März haben wir einen guten Kontakt und Fan von Boca getroffen, den wir von Freunden erhalten haben. Dieser zeigte uns einige Sehenswürdigkeiten der Stadt und nahm uns anschließend mit in das Stadtviertel Boca zum Fantreff vor dem Spiel. Es war schon sehr beeindruckend, wie sich dort die Fans auf das Spiel vorbereiteten, mit vielen Gesängen und guter Laune. Von Touristen ist man dort grundsätzlich nicht begeistert, da wir aber einen lokalen Kontakt dabei hatten waren die Leute doch recht freundlich und interessiert! Leider war es uns aufgrund verschärfter Kontrollen nicht möglich ins Stadion zu gelangen. Der Vereinspräsident von Boca möchte in Zukunft unterbinden, dass die Dauerkarten für sehr hohe Preise auf dem Schwarzmarkt an Touristen weitergegeben werden. Beim Einlass gab es ca. fünf Kontrollen inklusive Überprüfung der Namen! Zudem lagen die Preise bei umgerechnet 250 €, weil es sich um das letzte Spiel der Meisterschaft handelte. Boca gewann das Spiel. Gleichzeitig spielte der bisherige Tabellenführer River Plate nur Unentschieden. Boca zog somit am letzten Spieltag noch vorbei und konnte sich den Meistertitel mit einem Punkt Vorsprung schnappen.

Am 8. März nachmittags trafen wir uns mit einem Fan von San Lorenzo. Der Verein spielt in einer sehr unsicheren Gegend mit sehr hoher Kriminalität. Diese sollte man als Tourist nicht allein betreten. Die Karten für das Spiel konnten wir einen Tag vorher am Fanshop in der Stadt kaufen. San Lorenzo spielte gegen CA Lanus aus Buenos Aires im El Nuevo Gasometro. San Lorenzo musste gewinnen um sich für die Copa Sudamericana zu qualifizieren, dies gelang auch in einem sehr unterhaltsamen Spiel mit einer kämpferischen Leistung gegen den besser platzierten Nachbarn aus der Stadt mit 4:3! Die Stimmung war teilweise atemberaubend laut mit toll klingenden Melodien, in die das komplette Stadion mit einstimmte. San Lorenzo ist einer der großen fünf Topklubs der Stadt Buenos Aires. Der Verein konnte schon zwölf nationale Meistertitel feiern sowie jeweils einmal die Copa Libertadores und die Copa Sudamericana gewinnen. Das Stadion befindet sich direkt angrenzend an eines der schlimmsten Armenviertel der Stadt. Diese werden in Argentinien als „Villa“ bezeichnet. Aufgrund des San Lorenzo Fans der mit uns unterwegs war, hatten wir aber zu keinem Zeitpunkt ein unsicheres Gefühl. An diesem Tag dürften ca. 25.000 Zuschauer vor Ort gewesen sein.

Nach dem Besuch der Wasserfälle von Iguaza (brasilianische und argentinische Seite) erfolgte am 11. März der Weiterflug nach Rio de Janeiro, Brasilien!

Das Abendspiel in der Copa Libertadores zwischen Flamengo Rio de Janeiro – Barcelona SC aus Equador fand im Maracaná einem der beeindruckendsten Stadien der Welt, statt. Bekanntermaßen der Ort, an dem Deutschland 2014 den Weltmeistertitel holen konnte. Vor Spielbeginn wurden vor dem Stadion und in den Seitenstraßen Stände aufgebaut mit leckeren Streetfood und vielen Möglichkeiten Fanartikel zu kaufen! Die Stimmung war vor dem Spiel schon sehr gut und auch im Stadion sehr beeindruckend. Anders als in Argentinien wo mehr Melodie und dem Bewegen der Hände in die Luft im Spiel ist, wird bei Flamengo häufig wie im europäischen Fußball mit Klatschmelodien die Mannschaft angefeuert. Das recht einseitige Spiel fand vor knapp 65.000 Zuschauern statt. Flamengo konnte einen lockeren 3:0 Sieg einfahren. Nach dem Spiel wurde vor dem Stadion weitergefeiert, auch hier haben wir uns sicher gefühlt.

Es folgt der dritte und letzte Teil unseres Reiseberichts.

Link: Gütersloher auf Südamerika-Tour – Teil 1
Link: Gütersloher auf Südamerika-Tour – Teil 3