Lars Beuckmann: „Es macht Spaß, Teil einer positiven Entwicklung zu sein“

Der Saisonstart war für den FC Gütersloh eine komplizierte Angelegenheit. Das gilt aber auch für Abwehrspieler Lars Beuckmann. Beucke musste in den ersten beiden Spielen zuschauen, kam dann aber umso stärker zurück. Wir haben mit dem dienstältesten Spieler unseres Teams gesprochen.

Lars, Du hast am dritten Spieltag gegen Vreden zum ersten Mal gespielt und dann nach vier Minuten das wichtige 1:0 erzielt. Das ist doch sicher einer dieser Wahnsinns-Momente, für die man als Fußballer lebt…

Auf jeden Fall! In der Vorbereitung habe ich corona-bedingt große Teile verpasst. Mit Marcel (Lücke), Tim Manstein, der die Position auch gespielt hat, und mit Steri (Janik Steringer) haben wir auch sehr gute Qualität auf der Innenverteidiger-Position haben. Für Oberliga-Verhältnisse gehören wir mit der Abwehr sicher zur Spitze. Da war es für mich nicht einfach. Es hat aber funktioniert. Ich habe mir in der Zweiten Spielpraxis geholt. Das hat mir gut getan. Klar ist es natürlich ein Knotenlöser, wenn man wieder in die Mannschaft kommt und dann gleich mit einem Tor startet. Wir kamen ja gerade aus einer schweren Phase. Das hat mir Selbstvertrauen gegeben aber auch der Mannschaft.

Und hattest Du mit dem Tor auch das Gefühl, dass Du jetzt richtig drin bist in der Saison?

Genau. Ich habe schon gehofft, dass meine Chance kommen wird. Die kam dann aufgrund der Ergebnisse eher als gedacht. Als Verteidiger ist es schwieriger in ein Spiel und in die Mannschaft zu kommen als für einen Offensivspieler. Als Offensivspieler hat man auch während des Spiels häufiger die Möglichkeit reinzukommen. Da war es natürlich umso besser für mich persönlich, dass es dann zu einem so frühen Zeitpunkt geklappt hat.

Deine Kopfballstärke ist ja in der Oberliga bekannt und gefürchtet. Worauf kommt es beim Kopfball an?

Erstmal ist natürlich meine Körpergröße ein Vorteil, aber das alleine reicht nicht. Man muss eine gewisse Sprungkraft mitbringen. Das Wichtigste ist aber ein gutes Timing und vorher schon zu wissen, in welchem Raum der Ball herunterkommen könnte. Bei einem Offensivkopfball ist es auch wichtig, dass man sich nicht scheut in die Zone zu gehen, wo man mit dem Gegenspieler oder dem Torwart kollidieren könnte. Nur wenn man da nicht zurückschreckt, sondern entschlossen zum Ball geht, hat man auch die Möglichkeit, ein Tor zu erzielen.

Nach dem 1:0-Sieg gegen ASC Dortmund konnte man an Deinem dreckigen Trikot sehen, wie schwer erkämpft der Erfolg war. Sind das die Spiele, die Dir besonders liegen und Spaß machen?

Klar definiere ich mich erstmal über die Defensivarbeit. Deshalb war ich schon sehr zufrieden, dass wir das erste Mal ohne Gegentor geblieben sind. Außerdem war es für die Mannschaft und auch für mich ein besonderer Ansporn gegen ASC Dortmund zu gewinnen. In der Rückrunde haben die sich hier nicht astrein verhalten. Mittlerweile hat sich in den letzten Jahren eine gewisse Rivalität entwickelt. Das hat fast Derby-Charakter, auch wenn ja keine räumliche Nähe besteht. Deshalb war das ein erkämpfter Sieg, der uns aber unheimlich gut getan hat.

Du spielst in der 12. Saison für den FC Gütersloh und bist einer der drei Spieler, die am längsten für den FCG gespielt haben. Am Ende der Saison ziehst Du mit Dirk Konerding gleich. Nur Tim Brinkmann hat mit 14 Jahren unser Trikot länger getragen. Welche Rolle spielt das für Dich?

Das ist ein netter Nebeneffekt und zeigt, dass ich dem Verein über Jahre treu geblieben bin wie Dirk Konerding und Tim Brinkmann. Mit Tim habe ich ja noch zusammengespielt. Ich habe es als junger Spieler immer bewundert, wie er von den Fans, den Mitspielern und dem gesamten Verein geschätzt wurde als Führungsspieler und als langjähriger Spieler. Diese Rolle habe ich mir damals auch für mich irgendwann vorgestellt. Deshalb bin ich sehr froh, dass ich dem Verein so lange erhalten bleiben konnte und der Verein in den Jahren auch immer auf mich gesetzt hat. Das macht mich auch ein Stück weit Stolz.

Du bist jetzt 33. Also da können auch noch ein paar Jahre dazu kommen…

Ja, klar. Körperlich fühle ich mich auf jeden Fall fit. In der aktuellen Saison und auch im täglichen Training merke ich, dass ich absolut noch mithalten kann. In meinem Alter ist es aber auch so, dass schwerwiegende Verletzungen Pläne schnell zunichte machen können. Deshalb schaue ich von Spiel zu Spiel, von Monat zu Monat und auch von Saison zu Saison, wie der Körper sich anfühlt und wie leistungsfähig ich im Vergleich zu den jungen Spielern bin. Ich mache mir da auch keinen Druck.

Und ist es für Dich ein Traum nochmal mit dem FCG in der Regionalliga zu spielen?

Auf jeden Fall. Ich bin jetzt wirklich lange da. Wir hatten über Jahre eine schwierige Phase, wo wir im unteren Bereich der Tabelle angesiedelt waren. In den letzten Jahren ist hier ein Umschwung im Verein entstanden – sportlich aber auch strukturell. Da macht es einfach Spaß, Teil einer positiven Entwicklung zu sein. Das Ganze würde für mich persönlich nochmal mit einem Regionalliga-Aufstieg und mit Spielen in der Regionalliga gekrönt. Der ganze Verein, die Fans, die Stadt und das ganze Team rundherum hätten es auch verdient. Ein Verein wie Gütersloh gehört in die Regionalliga. Und ich glaube, die Regionalliga würde sich auch freuen, so einen Traditionsverein wieder begrüßen zu dürfen.

Vielen Dank für das Gespräch und weiter viel Erfolg, Lars!

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