Stadtmuseum erinnert an Gleichschaltung und Verfolgung im Fußball

Stadtmuseum erinnert an Gleichschaltung und Verfolgung im Fußball
Januar 22, 2019 Helmut Delker

Am kommenden Sonntag, den 27. Januar 2019 ist der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Um 15 Uhr lädt das Stadtmuseum zu einem Vortrag „Fußball unterm Hakenkreuz“ in seiner Ausstellung „Fußball beweGT ein. Nach der “Machtergreifung” 1933 wurden alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens “gleichgeschaltet” – auch der Sport. Sportvereine, die sich nicht dem sogenannten Reichsbund für Leibesübungen anschlossen und bestimmte ideologische Kriterien erfüllten, wurden verboten. Jüdische Sportler und -funktionäre wurden aus den Vereinen gedrängt und oft genug im Rahmen des Holocaust verfolgt und getötet. Der Historiker, Autor und Pädagoge Friedhelm Schäffer ist freier Mitarbeiter der Gedenkstätte Wewelsburg und arbeitet dort an Erweiterung der Ausstellung „Mehr als nur ein Spiel. Fußball im Nationalsozialismus“. In seinem Vortrag zeichnet er die Verbindung von Fußball und Politik im Nationalsozialismus nach und erinnert an die Schicksale jüdischer Sportler und ihrer Vereine. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

Foto: Zur Eröffnung des Heidewaldstadions als „Adolf Hitler Kampfbahn“ reiste 1933 auch der sogenannte „Reichssportführer“ Hans von Tschammer und Osten (M.) nach Gütersloh. (Bild: Stadtarchiv)

Presseinformation des Stadtmuseum Gütersloh