Interview mit Vorstand Hans-Hermann Kirschner: „Solides Wirtschaften bleibt oberstes Ziel“

2021 ist für den FC Gütersloh ein ereignisreiches Jahr – trotz des corona-bedingten Saisonabbruchs im ersten Halbjahr. Das „Hagedorn’s im Heidewald“ ist eröffnet worden, sportlich gehört seit vielen Jahren wieder zu den Topteams, die Jugendabteilung macht Fortschritte und auch bei den Futsalern und der neuen E-Sport-Abteilung geht es vorwärts. Es gibt also genug Themen zu besprechen. Marvin Haß vom FCG-Medienteam tut das im Gespräch mit Vorstandsmitglied Hans-Hermann Kirschner.

Der FC Gütersloh ist weiterhin auf Kurs und mischt in der Oberliga Westfalen oben mit. Hans-Hermann Kirschner, wie sehen Sie die aktuelle sportliche Situation?

Der FCG befindet sich auf Platz 5 und hat, mit Ausnahme von Wattenscheid 09, bereits gegen alle Topteams der Liga gespielt. Die Situation ist also durchaus okay k! Uns fehlt es etwas an Torgefahr, während die Abwehr durchaus stabil steht. Insofern ist der mehrmonatige Ausfall unseres etatmäßigen Mittelstürmers Dimitrios Nemtsis schon sehr bitter. Auch Matze Haeder hat uns in den letzten Wochen sehr gefehlt. Wir werden sehen, was sich in dieser Saison noch machen lässt. An unserem Ziel, in die Regionalliga aufzusteigen werden wir festhalten.

Neben der sportlichen Situation haben Sie die finanzielle Entwicklung des Gesamtvereins stets im Blick. Wie ist der Verein hier aufgestellt?

Die Situation auf der Einnahmenseite ist unverändert positiv. Wir konnten unseren Etat für die laufende Saison etwas aufstocken. Oberstes Ziel ist und bleibt es solide zu wirtschaften, die Liquidität weiter aufzubauen und Reserven zu schaffen.

Dafür sind nicht zuletzt die Sponsoren verantwortlich. Auch in Sachen Sponsoring ist ein aufsteigender Trend zu erkennen, richtig?

Richtig! Unser Sponsorenpool wächst weiter kontinuierlich. Momentan zählen wir circa 80 Firmen zu unserem Unterstützerkreis. Die Bäume wachsen aber nicht in den Himmel, sodass wir uns auch künftig über neue Sponsoren sehr freuen, damit wir möglichst bald den 100. Sponsor des FC Gütersloh begrüßen können.

Das „Hagedorn’s im Heidewald“ in unserem neuen Vereinsheim ist bei jedem Heimspiel der ersten Mannschaft proppenvoll. Doch auch innerhalb der Woche finden dort einige Veranstaltungen statt. Ob Vereine oder Firmen – im „Hagedorn’s“ ist Jeder willkommen…

Das „Hagedorn’s im Heidewald“ wird wirklich super angenommen. Die Räumlichkeiten sind optisch sehr gelungen und erfreuen sich sowohl bei den Spielen unserer ersten Mannschaft als auch außerhalb der Spieltage großer Beliebtheit. Mit Blick auf die vielen Veranstaltungen, die dort bereits stattgefunden haben, kann man festhalten, dass das „Hagedorn’s im Heidewald“ sowohl von Firmen als auch Vereinen gut nachgefragt wird. Für uns als FC Gütersloh ist unser neues Vereinsheim auf jeden Fall ein Quantensprung und eröffnet uns neue Möglichkeiten, auch in der Sponsorenbetreuung.

Apropos Vereinsheim: Es ist ein offenes Geheimnis, dass der FCG gerne ein Jugendvereinsheim auf dem Gelände des Sportzentrum Süd errichten möchte. Können Sie mehr darüber erzählen?

In der Tat planen wir auf unserem Sportzentrum Süd die Errichtung eines Jugendförderzentrums. Wir sind der Ansicht, dass uns dort ein Treffpunkt für die Jugend mit Kabinen und Sanitäranlagen fehlt. Neben der Jugendarbeit in der Breite wollen wir künftig die Jugendarbeit auch im Leistungsbereich voranbringen. Dafür muss der FC Gütersloh eine attraktive Infrastruktur bieten, so dass sich ambitionierte Kicker wieder dem FCG anschließen, um dort ihre fußballerischen Ziele zu verfolgen. Talentierte und leistungsorientierte Fußballer sollen nach Möglichkeit in Gütersloh bleiben und sich hier entwickeln, damit die weiten Wege nach Bielefeld, Verl oder Paderborn entfallen. Perspektivisch würden wir gerne auch dem FSV Gütersloh die Möglichkeit einräumen, auf Süd Trainings- und Spielmöglichkeiten zu nutzen.

Gibt es denn schon konkrete Pläne?

Das Grundkonzept des Gebäudes liegt uns vor. Wir suchen nun den Kontakt zu Verwaltung und Politik der Stadt Gütersloh. Die ersten Gespräche werden bereits im Dezember stattfinden. Der Weg zur Realisierung des Jugendförderzentrums wird allerdings nicht ganz einfach sein. Dazu bedarf es eines Finanzierungskonzeptes, das neben der hoffentlich verfügbaren öffentlichen Unterstützung auch wieder Vereinsmittel vorsehen wird, um die Gesamtfinanzierung sicherzustellen. Wir glauben, dass sich dieser Weg lohnt!

Sportlich scheint die Jugend bereits auf dem richtigen Weg zu sein. Wie würden Sie die Situation einschätzen?

Mit der Jugendarbeit sind wir sicherlich auf dem richtigen Weg. Unter der Führung von David Schwesig und Rafael Laschok und vielen qualifizierten Trainern entwickeln wir uns prächtig. Aktuell können wir gar nicht alle Jugendlichen und Kinder aufnehmen, die gerne bei uns spielen möchten. Die Kapazitäten sind schlichtweg ausgereizt. Trotzdem ist die alleinige Nachfrage schon ein gutes Zeichen. Wie eben bereits gesagt, müssen wir die Infrastruktur verbessern. Dazu gehört in Zukunft auch ein weiterer Trainingsplatz. Leistungstechnisch haben wir ebenfalls eine solide Grundlage gebildet, die es jetzt auszubauen gilt. Einen ersten Erfolg konnten die D-Junioren mit ihrem Kreispokal-Sieg bereits einfahren. Darauf kann man stolz sein! Künftig sollen die älteren Jahrgänge, also die A-, B- und C-Jugend, wieder in höheren Spielklassen angreifen.

Auch die anderen Abteilungen des FC Gütersloh konnten auf sich aufmerksam machen. Die Futsaler stehen an der Spitze der Liga und die E-Sportler konnten in der vergangenen Saison den Aufstieg feiern. Beide stellen eine absolute Bereicherung für den Gesamtverein dar, oder?

Historisch gesehen war der FC Gütersloh lediglich ein reiner Fußballverein. Deshalb freut es uns umso mehr, dass wir in der jüngeren Vergangenheit die Futsaler und E-Sportler mit jeweils eigenen Abteilungen in unserem Verein begrüßen durften. Unser Vorstandskollege, Oguz Kocak-Petruzzo, hat sich mit seiner Arbeit für den Futsal äußerst verdient gemacht. Mit den Futsalern streben wir in dieser Saison den Aufstieg in die Regionalliga an. Das ist ein absolut realistisches Ziel. Ob es darüber hinaus gelingt, die Futsal-Bundesliga zu erreichen, muss man abwarten. Davon träumen aber schon einige begeisterte Futsal-Anhänger. Die E-Sportler tun sich nach dem Aufstieg in der vergangenen Saison nun etwas schwerer, jedoch ist noch längst nichts entschieden. Das Team um Team-Manager Marcel Knass wird sicherlich alles daransetzen, weiter am sportlichen Erfolg zu arbeiten.

Danke für das Gespräch, Hans-Hermann Kirschner!

Foto: Jens Dünhölter

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